Gesundheit

Wer heilt unser Gesundheitssystem ?

Bezahlbare medizinische Versorgung für alle – Mißbrauch stoppen!

 

Urheber: Gerd Altmann
Quelle: Pixelio.de

Die Bürgerbewegung PRO NRW fordert ein gerechteres Krankenversicherungskonzept. Dabei strebt PRO NRW eine Kombination aus bewährten Bismarckschen Traditionen und dem Beveridge-System an: Jeder Bürger hat die Pflicht, sich zu versichern, egal ob Arbeitnehmer, Beamter, Freiberufler oder Selbstständiger. Denn nur damit wird gewährleistet, daß jeder Bürger seinen Teil für medizinische Versorgung beiträgt. Unsoziale „Kopfprämien“ und andere neoliberale Zumutungen werden abgelehnt. Maßstab für den Beitrag des Einzelnen muß – wie bei der Einkommenssteuer – die Leistungsfähigkeit des einzelnen bleiben.

Das Krankenkassensystem bleibt in seiner Grundstruktur bestehen, soll dabei aber durch zweckgebundene, bereits vorhandene Steuern unterstützt werden. Dafür dürfen Steuern aus Tabakwaren, Alkohol und sonstigen „Krankmachern“ nicht weiter zweckentfremdet werden; statt dessen bilden sie eine neue Säule der Stabilität des Gesundheitswesens. PRO NRW spricht sich zudem für den Erhalt privater Krankenversicherungen (PKV) aus. Denn ohne die Zahlungen der PKV für ihre Versicherten könnten viele Krankenhäuser und Ärzte bereits heute nicht mehr existieren. Extremsportarten sind zusätzlich privat zu versichern, damit die Leidenschaft einzelner nicht von der Gemeinschaft zu tragen ist. Zum Schutz der Familien sind Kinder und Ehepartner weiterhin kostenlos mitversichert. PRO NRW befürwortet eine umfassende kostenfreie Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen – wer hier sparen will, setzt eindeutig am verkehrten Ende an. Schließlich belegen alle statistischen Erhebungen eine langfristige Entlastung des Gesundheitssystems durch Vorsorgeuntersuchungen.

Ausbaufähig ist das „Knappschaftsprinzip“: Durch die Vernetzung der Knappschaftsärzte werden Doppeluntersuchungen und Diagnosen ausgeschlossen. Bereits vorhandene Knappschaften sparen Millionenbeträge, die wiederum den Beitragszahler entlasten. Das Recht zur Einholung der Zweitmeinung wird damit nicht berührt. Durch einen derartigen effektiven Einsatz der Ressourcen ist eine gute und gleichzeitig preiswerte medizinische Versorgung möglich. Dem Mißbrauch von Chipkarten muß vehement entgegen getreten werden. Die Mehrfachbenutzung von Chipkarten durch – häufig ausländische – Personengruppen kann zum Beispiel durch Einführung einer Lichtbildpflicht wirksam begegnet werden.

Im Hinblick auf Immigranten muß zudem darauf geachtet werden, keine zusätzlichen Anreize für eine „Einwanderung ins soziale Netz der Bundesrepublik“ zu schaffen. Asylberber und Sozialhilfeempfänger dürfen bei medizinischen Leistungen nicht besser gestellt sein als beitragszahlende Gering- und Normalverdiener in gesetzlichen Krankenkassen. Auf der anderen Seite muß auch der Bereicherung in den Vorstandsetagen mancher Krankenversicherungen Einhalt geboten werden. Die Beiträge der Versicherten müssen effizient und sparsam eingesetzt und verwaltet werden. Das Allgemeinwohl hat prinzipiell über den Interessen von Gesundheits-Managern und wirtschaftlicher Lobbygruppen zu stehen!